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Bauschutt - Entsorgung von Bauabfällen

 

Eine Information der Abfallberatung des AWB Tel. 06484/9172-007

Der AWB Limburg-Weilburg betreibt als Abfalldeponie eine sog. Hausmülldeponie. Diese befindet sich an der B 49 bei Beselich-Obertiefenbach. Dort dürfen nur Abfälle abgelagert werden, die für eine Ablagerung auf einer Hausmülldeponie zugelassen sind, wie z.B. unbelastete Bauabfälle. Unbelasteter Bodenaushub oder Bauschutt jedoch nur, wenn diese Stoffe deponietechnisch verwertet werden können.

Belastete Bauabfälle dürfen auf der Kreisabfalldeponie Beselich nur abgelagert werden, wenn dies aufgrund der Analysedaten durch die zuständige Fachbehörde (Regierungspräsidium Gießen, Abteilung Staatliches Umweltamt, Dezernat 43.2, Spilburg Gebäude B 4, Frankfurter Str. 69 in 35578 Wetzlar, Tel: 06441/2107-0, -136, -138) genehmigt wurde.

Verunreinigte Bauabfälle sind dem Träger der Sonderabfallentsorgung, der Hessischen Industriemüll GmbH (HIM) anzudienen (Kundenbetreuung, Tel. 06258-895-0). Bei Bedarf für eine Abfalleinstufung (bei Verdacht auf eine Belastung bzw. Verunreinigung) sind die gesetzlich festgelegten Orientierungswerte heranzuziehen.

 

Unbelasteter Bodenaushub oder Bauschutt darf nicht deponiert werden!

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben (um wertvollen Deponieraum zu sparen) sind diese Abfallarten einer Verwertung zuzuführen. Für eine Verwertung stehen im Landkreis bei Bedarf die Deponie Beselich sowie verschiedene private Unternehmen zur Verfügung. Unbelasteter Bodenaushub sind natürliche, in ihrer stofflichen Zusammensetzung nicht nachteilig veränderten Böden und Gesteine, die z.B. bei Baumaßnahmen anfallen. Bodenaushub gilt als unbelastet, wenn seine Herkunft bekannt ist und Verunreinigungen weder augenscheinlich noch geruchlich wahrnehmbar sind und wenn sie im Zweifelsfall bei begründetem Verdacht nach einer Untersuchung die o.g. Orientierungswerte unterschreiten. Unbelasteter Bauschutt besteht aus festen Baustoffen, die überwiegend mineralische Bestandteile enthalten und vorwiegend bei Bauwerksabbrüchen anfallen (z.B. Beton, Ziegel, Kalksteine, Mörtel, Naturwerksteine, Seinzeug, Keramik, Fliesenreste u.ä.). Rigips- oder Heraklitplatten sowie Lehmgefache sind nicht in einer Bauschuttrecyclinganlage recycelbar und dürfen deshalb deponiert werden (ohne Wertstoffzuschlag). Bauschutt gilt als unbelastet, wenn in ihm keine wasser-, boden- und gesundheitsgefährdeten Stoffe enthalten sind oder anhaften bzw. die o.g. Orientierungswerte unterschritten werden. Hierunter fällt auch unbelasteter mineralischer Straßenaufbruch aus ungebundenem oder hydraulisch gebundenem mineralischen Straßenbaumaterial wie z.B. Betonaufbruch, Randsteine, Pflastersteine und Mineralgemische.

Unbelasteter Straßenaufbruch (bitumenhaltig) ist grundsätzlich zu verwerten. Dieser stammt aus Deck-, Binder- oder Tragschichten oder anderen Bauteilen und enthält als Bindemittel nur Bitumen. Eine deponietechnische Verwertung auf der Kreisabfalldeponie Beselich ist möglich, wenn der PAK-Gehalt nach EPA 100 mg/kg und der Phenolgehalt 50 mg/l nicht übersteigt und die fachtechnische Behörde zustimmt.

Pechhaltiger (teerhaltiger) Straßenaufbruch enthält als Bindemittel Straßenpech. Er wird auf der Kreisabfalldeponie Beselich nur angenommen, wenn die o.g. Orientierungswerte unterschritten werden und die zuständige Fachbehörde dieser Entsorgung zustimmt. Ist dies nicht der Fall, zählt pechhaltiger Straßenaufbruch zu den besonders überwachungsbedürftigen Abfällen (Sonderabfälle) und muß über die HIM (Hessische Industriemüll GmbH) entsorgt werden.

Unbelastete Baustellenabfälle (z.B. Dachbahnen aus Bitumen, Rigipsplatten, Fenster, Türen u.s.w.) können auf der Kreisabfalldeponie Beselich abgelagert werden.

Asbestzementabfälle können auf der Kreisabfalldeponie Beselich abgelagert werden (z.B. Welleternit, Fassadenplatten, Rohre, Bodenbeläge). Hierzu sind diese feucht und staubdicht in stabiler Folie eingepackt gesondert anzuliefern und dürfen nicht mit anderen Abfällen vermischt werden. Beim Abladen auf der Deponie ist zu gewährleisten, daß das Deponiepersonal nicht mit den krebserzeugenden Asbestfasern belastet wird. Die Anlieferung ohne Kranwagen hat so auf Palette (Kanthölzer) oder in Big-Bags zu erfolgen, daß diese ohne Schwierigkeiten mit dem Ladegerät der Deponie entladen werden können. Abweichend hiervon können geringe Mengen vom Anlieferer selbst (von Hand) abgeladen werden. Die Anlieferung ist nur Dienstags und Donnerstags von 8:00 bis 14:00 Uhr möglich. Auch künstliche Mineralfaserabfälle sind gesondert und staubdicht eingepackt (Kunststoffsäcke) anzuliefern. Auf das Befeuchten kann verzichtet werden. Bei reißfester Verpackung können die Mineralfaserabfälle auch in einem Schüttcontainer angeliefert und abgekippt werden. Ansonsten gelten die gleichen Annahmebedingung wie für Asbest.

Für Asbest und Mineralfaserabfälle ist immer (auch bei privaten Anlieferungen) ein sogenannter vereinfachter Entsorgungsnachweis (VN) beim AWB zu führen. Zusätzlich wird gemäß den Vorgaben der Nachweisverordnung vom 10.09.96 für gewerbliche Anlieferer ein VN notwendig, wenn die Menge des an der Deponie angelieferten und nicht verwertbaren Abfalls 5 Tonnen pro Jahr übersteigt.

Neben dem beim AWB zu führenden vereinfachten Entsorgungsnachweis ist für den gewerblichen Transport von Abfällen (nicht für die eigenen Abfälle) eine Transportgenehmigung des Regierungspräsidiums Gießen, Abteilung Staatliches Umweltamt Wetzlar erforderlich. Die im Landkreis tätigen Entsorgungsunternehmen verfügen in der Regel über solch eine Transportgenehmigung. Der vereinfachte Entsorgungsnachweis und die Transportgenehmigung sind bei jeder Anlieferung auf die Kreisabfalldeponie Beselich stets mitzuführen und bei Bedarf vorzuzeigen.

Es ist zu beachten, daß Abfälle so einzusammeln, zu befördern, zu behandeln und zu lagern sind, daß die Möglichkeiten zur Abfallverwertung genutzt werden können. Abfallverwertung hat Vorrang vor der sonstigen Entsorgung. Die Abfallerzeuger sind verpflichtet dafür Sorge zu tragen, daß die gesetzlichen Vorgaben und insbesondere die abfallrechtlichen Bestimmungen bei der Entsorgung von Abfällen beachtet und befolgt werden.

 




Niederstein-Süd, 65614 Beselich, Tel.: 06484/9172-000, E-Mail: awb@awb-lm.de
Anmeldung Gehölzschnitt / Sperrmüll 06471/5169200, Elektroschrott 06482/5999
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