Der AWB

Das Abfall- und Wertstoffzentrum Beselich - Getrennt erfassen, optimal verwerten
 

In den folgenden Abschnitten bieten wir Ihnen eine kleine Übersicht über die grundsätzlichen Entsorgungsmöglichkeiten für Ihre Abfälle und Wertstoffe. Details zur Kreisabfalldeponie, dem Gelände, den einzelnen Anlagen des AWB, den Abteilungen und Aufgaben sowie den geschichtlichen Hintergrund von den Anfängen bis heute erhalten Sie bei einer virtuellen Besichtigung des Abfall- und Wertstoffzentrums.      

 

Im Abfall- und Wertstoffzentrum Beselich „AWZ“ (ehemals Wertstoffhof) werden angelieferte Abfälle seit vielen Jahren getrennt erfasst, um sie einer bestmöglichen Verwertung zuführen zu können. Das AWZ befindet sich auf dem Gelände der Kreisabfalldeponie Beselich. Hierher können die Bürgerrinnen und Bürger des Landkreises Limburg-Weilburg sowie Gewerbebetriebe Wertstoffe und Abfälle direkt anliefern.

 

Der gesetzliche Auftrag ist, eine möglichst große Menge Material in den Stoffkreislauf zurück zu führen oder die im Abfall enthaltene Energie zu nutzen. Nach der Anmeldung des Abfalls und dem Einwiegen kann der Anlieferer die Abfälle und Wertstoffe entladen. Für jede Abfall- und Wertstoffart stehen separate Container und Boxen zur Verfügung. So ist gewährleistet, dass bereits bei der Anlieferung eine getrennte Erfassung der unterschiedlichen Abfälle erfolgt. Dies erleichtert die weitere Behandlung in externen Betrieben und die anschließende, bestmögliche Verwertung im Sinne des Umweltschutzes erheblich.

 

Das AWZ ist an zwei Samstagen pro Monat von 8:00 – 12:00 Uhr geöffnet. Die genauen Termine sind im Abfallkalender und im Internet unter www.awb-lm.de ersichtlich. An diesen beiden Tagen werden auch gefährliche Abfälle (Sonderabfälle) im AWZ angenommen.

 

An den Wochentagen können Abfälle in der Zeit von 7:30 – 15:45 Uhr im AWZ angeliefert werden. U.a. Elektro- und Elektronikkleingeräte, Kühl- und Haushaltsgroßgeräte, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen.

 

Angeliefertes Altpapier wird gesammelt und später in einer Behandlungsanlage in Limburg in unterschiedliche Fraktionen sortiert, anschließend zu Ballen verpresst und zur Recourcen schonenden Wiederverwertung an Papierfabriken geliefert.

 

Inertstoffe wie Bauschutt und Erdaushub zählen zu den wenigen Abfälle die sich im weiteren Verlauf ihre Bestehens weder chemisch noch biologisch verändern. Sie können in kleinen Mengen als Abfälle zur Verwertung im Deponiebau angenommen werden.

 

Altholz wird in 4 Klassen eingeteilt. Die Klassen A1 bis A3 dürfen in Biomassekraftwerken zur Erzeugung von Biogas verwertet werden. In die Klasse A4 fallen alle schadstoffbelasteten Hölzer wie z.B. Bahnschwellen, Gartenzäune, Kabeltrommeln aus dem Leitungsbau, Palisadenhölzer, Fenster und Türen aus dem Außenbereich. Dieses Holz wird thermisch in Heizkraftwerken verwertet.

 

Altreifen, Bitumen, Kunststoff-, Metallabfälle und Batterien werden auch jeweils getrennt erfasst. Bei den Kunststoffen handelt es sich um Rolladenprofile, sowie verpackungsfremde Hartkunststoffe wie z.B. alte Öltanks, Kanister, Fässer, Möbel, Spielsachen etc., die in Verwertungsbetrieben zunächst granuliert werden. Danach ist einer werkstoffliche Verwertung in neuen Produkten möglich. Batterien werden einem bestehenden Rücknahmesystem zugeführt. Metallschrott wird über örtliche Altmetallhändler wieder in den Stoffkreislauf eingebracht. Die Reifen werden der thermischen Verwertung, vorwiegend in der Zementindustrie zugeführt. Die Bitumenabfälle bestehen im Wesentlichen aus Dachpappe und werden in einer Aufbereitungsanlage für Bitumenabfälle angeliefert.

 

Sonstige Abfälle wie Korken  CDs, DVDs, Drucker-Patronen, PU-Schaumdosen, Module von Photovoltaikanlagen, Schuhe und Altkleider werden ebenfalls zurückgenommen und zu spezialisierte Verwertungsbetriebe gebracht. Zu diesen zählen auch karitative Einrichtungen wie das Epilepsiezentrum in Kehl. Diese Einrichtung besteht seit über 20 Jahren und betreut etwa 3.000 Korksammelstellen in Deutschland und Frankreich. Mitarbeiter mit Behinderungen haben hier einen festen Arbeitsplatz. Sie verarbeiten die Korken zu Korkgranulat, das als natürlicher Dämmstoff im ökologischen Hausbau Verwendung findet.

 

Die getrennte Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten, die im Landkreis Limburg-Weilburg schon seit vielen Jahren zum Schutze der Umwelt praktiziert wird, wurde mit dem Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) im März 2006 in ganz Deutschland verpflichtend vorgeschrieben. Getrennt erfasst und gesammelt wird in verschiedenen Gerätegruppen.

 

Für Verkaufsverpackungen die über das System „Gelber Sack“ entsorgt werden sowie für Glasverpackungen (Altglas) stehen ebenfalls entsprechende Sammelcontainer bereit. Altglas wird wie an den örtlichen Sammelstellen üblich nach Farben - Weiß- Grün und Braunglas - getrennt gesammelt.

 

Lediglich Grün- und Gehölzschnitt sowie Bio-Abfälle können nicht angenommen werden. Diese Abfälle werden stattdessen an unseren beiden Kompostierungsanlagen Beselich und Gräveneck angenommen.