11.02.2026

Richtiger Umgang und gefahrlose Entsorgung von Lithiumionen- bzw. E-Bike-Akkus

Wo lauern die Gefahren und wie kann man diese minimieren? Potentielle Gefahren beim Umgang mit E-Bike-Akkus sind hauptsächlich Brand- und Explosionsgefahren durch beschädigte Lithium-Ionen-Zellen. Diese werden häufig durch Stürze, Überladung, falsche Ladegeräte oder extreme Temperaturen verursacht.

Wir haben die wichtigsten Eckdaten für den Umgang und Entsorgung von Lithiumionen- bzw. E- Bike- Akkus für sie zusammengefasst! 

 

Bevor sie ihr altes E-Bike entsorgen, ist der Akku einem fachgerechten Recycling zuzuführen. Das Recycling von Lithiumionen- bzw. E-Bike-Akkus ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Durch die Wiederverwertung der wertvollen Rohstoffe in den Akkus können natürliche Ressourcen (Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan, Kupfer und Aluminium) geschont und die Umweltbelastung reduziert werden.

 

Es stehen mehrere Entsorgungswege zur Verfügung:

 

  1. Fahrradfachhandel: Händler sind zur Rücknahme verpflichtet und nehmen Akkus kostenfrei an
  2. Wertstoff- und Recyclinghöfe: Kommunale Sammelstellen nehmen solche Akkus ebenfalls kostenlos an (seit dem 01.01.2026 verpflichtend)
  3. Hersteller/Rücknahmesysteme: Viele Hersteller (verpflichtet) bieten eigene kostenlose Rücknahmesysteme an, die über Fachgeschäfte oder spezialisierte Stellen laufen (z.B. GRS)
  4. Elektrofachgeschäfte: Viele Elektrofachgeschäfte sind oft auch an kostenlose Rücknahmesysteme angeschlossen
  5. Baumärkte: Vorausgesetzt, die Verkaufsstelle des Geschäfts beträgt mindesten 400 m² und es führt E- Geräte (sind nicht verpflichtet)
  6. Supermärkte: Vorausgesetzt, die Verkaufsstelle des Geschäfts beträgt mindesten 400 m² und es führt E- Geräte (sind nicht verpflichtet)
  7. Mobile Sammelstellen: In einigen Städten und Gemeinden gibt es mobile Sammelstellen oder spezielle kostenlose Sammelaktionen

 

Richtige Lagerung bis zur Entsorgung

Besonders wichtig und sicherheitsrelevant ist, dass Akkus niemals in den Hausmüll gegeben werden!  

Akkus, insbesondere Lithium-Ionen-Akkus, enthalten wertvolle Rohstoffe die wiederverwertet werden können. Doch neben diesen wertvollen Materialien enthalten sie auch umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen. Eine unsachgemäße Entsorgung kann daher zu erheblichen Umweltproblemen führen und ist zudem gesetzlich verboten. Wer seinen E-Bike-Akku oder sonstige Lithiumionen-Akkus einfach in den Hausmüll wirft, riskiert nicht nur hohe Bußgelder, sondern schadet auch der Umwelt.

 

Wo lauern die Gefahren und wie kann man diese minimieren?

Potentielle Gefahren beim Umgang mit E-Bike-Akkus sind hauptsächlich Brand- und Explosionsgefahren durch beschädigte Lithium-Ionen-Zellen. Diese werden häufig durch Stürze, Überladung, falsche Ladegeräte oder extreme Temperaturen verursacht. Diese Ursachen können zu schwer löschbaren Bränden führen. Wer maximale Sicherheit im Umgang mit seinem Akku erreichen will, sollte ausschließlich original Ladegeräte nutzen und seinen Akku fachgerecht bei Zimmertemperatur lagern. Beim E-Bike Transport im Auto muss der Akku ohnehin vom E-Bike getrennt in einer feuerhemmenden Tasche transportiert werden. Diese kann selbstverständlich auch zur Lagerung des Akkus zu Hause verwendet werden.  

 

Hauptgefahren bei E-Bike-Akkus:

  • Brand- und Explosionsgefahr: Durch Beschädigung (Sturz, Schlag) oder interne Defekte kann eine der Lithium-Ionen-Zellen in Brand geraten oder explodieren. Dies erzeugt nicht nur sehr hohe Temperaturen, sondern auch giftige Gase. Durch Stürze oder Schläge können im Akku zu internen Kurzschlüssen führen, selbst wenn das Gehäuse äußerlich noch absolut intakt zu sein scheint. Ein aufgeblähter oder verformter Akkus ist ein akutes Sicherheits- und Gesundheitsrisiko. Alle Risiken sind unbedingt zu minimieren bzw. zu vermeiden.
  • Unsachgemäßes Laden: Die Nutzung falscher, billiger oder defekter Ladegeräte kann ebenfalls zur Überhitzung führen. Gleiches gilt für das Überladen oder das Laden bei extremen Temperaturen (unter 0°C oder in der prallen Sonne). Beides ist sehr gefährlich.
  • Tiefentladung: Wenn sie ihren Akku über einen längeren Zeitraum vollständig entladen lagern, kann dies die Zellen dauerhaft beschädigen. Beim nächsten Ladevorgang kann auch dies gefährlich werden und zu den bereits genannten Szenarien kommen.
  • Nässe und Korrosion: Die Akkus sind in aller Regel spritzwassergeschützt. Dennoch kann eingedrungenes Wasser oder sehr hohe Feuchtigkeit aber auch Fahrten bei Starkregen im schlechtesten Falle zu Kurzschlüssen führen. 

 

Welche Sicherheitsmaßnahmen sie zur Brandvermeidung unbedingt einhalten sollten:

  • Verwenden Sie ausschließlich die Original-Ladegeräte die mit ihrem Akku geliefert werden.
  • Lassen sie ihren Akku niemals unbeaufsichtigt oder in der Nähe brennbarer Gegenstände laden.
  • Sollte ihr Akku einmal Beschädigungen wie Dellen oder tiefe Kratzer aufweisen, dürfen sie den Akku nicht länger benutzen.
  • Laden und lagern sie ihren Akku möglichst nur bei Zimmertemperatur und vermeiden sie extreme Temperaturen.
  • Lassen sie ihren Akku „durchschnaufen“. D.h. sie sollten ihm nach einer längeren Fahrt vor dem Laden Zeit zum Abkühlen geben. 

 

Vorgehensweise bei der Abgabe beim Entsorger und dessen Lagerung und Transport der Akkus

  1. Die Pole der Akkus müssen bereits zu Hause aber in jedem Fall vor der Abgabe mit Klebeband abgeklebt werden.
  2. Die Akkus werden bei der Annahmestelle in einem nicht brennbaren Granulat gelagert. Das Granulat muss jeden einzelnen Akku allseitig bedecken. Der Transport zur Verwertungsstelle erfolgt in kleinen Gebinden, dicht verschlossen